„Wie wenn man aus grellem Sonnenlicht in ein dunkles Zimmer tritt und die Farben und Konturen nach und nach wahrnimmt.“ (György Ligeti). Im 1967 entstandenen Werk des prominenten ungarischen Komponisten schweben und gleiten über elf Minuten hin vor allem Piano- und Pianissimo-Klänge in einer spannungsgeladenen Atmosphäre. Alle Stimmen sind einem Prozess unentwegter Veränderung unterworfen, Ligeti beschreibt das Stück als „ein sehr komplexes, sehr weiches Gebilde, mit sehr vielen Pianissimo-Tutti-Stellen, mit verästelten Bewegungen der Stimmen.“